We live a life in beta (Bruce Nussbaum)


NGO & Social Media: “Das Brummen im Web” Social Media Week Berlin 01.02.2010
14. Februar 2010, 15:44
Einsortiert unter: Social Media | Tags: ,

Zusammenfassung eines inspirierenden Tages

Heimathafen Neukölln, Impulsvorträge und Podiumsdiskussion:

Volker Gaßner, Daniel Boese, Joana Breidenbach, Mandy Schoßig, Joachim von Bonin (Krisenmanager, arbeitete viele Jahre für das United Nations Development Programme (UNDP) der Vereinten Nationen)

Impulsvortrag 1. Volker Gaßner Greenpeace:

Instrumente wurden für Social Media bei Greenpeace geschaffen:

Campaining 2.0 www.greenaction.de. Organisationen und Einzelpersonen können dort ihre eigene Kampagne starten. Im Fokus stehen nachhaltige Kommunikation und spezifische Zielgruppenansprache.

Erfolgreicher Case:

Spot verbreitete sich schnell über Twitter, Facebook, VZ….. Greenpeace zählte innerhalb kürzerster Zeit über 100.000 Seitenaufrufe.

“Das Brummen des Web – also die Nutzeraktivität bei Facebook, Twitter und VZ – ist für die Menschen wichtig. Denn erst wenn es dort brummt, werden Themen oft für Medien interessant.”

These:
Klassik und Social Media stehen in direkter Konkurrenz.
Erfolgsmessung für Social Media:
Wenn Social Media Resonanz in den Printmedien findet.

Herausforderungen nicht nur für Greenpeace online:

  1. Welcher Kontrollverlust? Gegner diskutieren auf Social Media Angeboten und machen Stimmung.
  2. Die Kommunikation wird immer schneller, wie bleibt man am Ball?
  3. Nicht alle Kampagner können „online-denken“ kennen die Möglichkeiten nicht und haben keine Ressourcen.
  4. Das Social Web konkurriert mit den klassischen Medien und deren Resonanzzahlen (was bringt das Web überhaupt?)
  5. Klassische Kommunikation beibehalten, Webkommunikation ausbauen-
    bei gleichen Ressourcen.

Impulsvortrag 3: Joana Breidenbach betterplace.org

Menschen, die Unterstützung brauchen, treffen hier auf Menschen, die helfen wollen. Eins zu eins. Ohne Umwege. Weltweit.

Marktplatz für soziale Initiativen weltweit z.B choki traditinol arts school
(long term help)

Im Mittelpunkt steht der gesellschaftliche Wandel.
Das Internet zeigt seine Vorzüge vor allem beim Spenden in Form von:
Transparenz; in Kontakt mit den Begünstigten treten; einfaches Feedback; Begünstigte bekommen eine Stimme und die Projekte haben die Möglichkeit unkompliziert zu wachsen.

Herausforderungen:

  • Wie kann Social Media in den Entwicklungsländern helfen? – wenn die ärmste Seite der Welt kaum lesen kann, die technischen Anbindungen/Verbindungen nicht vorhanden sind?
  • Im Krisenfall gibt es keine technischen Verbindungen…..was bringt da
    Social Media?
  • Wie kann man die Clan/Familienstrukturen auf die westliche Welt übersetzen?

Impulsvortrag 4: WWF Mandy Schausek

WWF befasst sich seit über einem Jahr mit Social Media und versucht diese in ihre Kampagnen zu integrieren…www.wwf.de

Learning:
Die aktive Beteiligung online ist gering. Meist werden nur like oder dislike Buttons zum Kommentieren verwendet. Auch die Beteiligung Offline läßt trotz großer Online Fan-Gemeinde zu wünschen übrig. Wie kann man die online/offline Welt verknüpfen?

Herausforderung:

  • Was macht man mit der interessierten Masse an Menschen online?
    Wie müssen, sollen die Verlinkungen aussehen? (auf Foren, Plattformen…)
  • Können online Erwartungen auf offline Erwartungen übertragen werden?

Thesen:
Deutschland ist ein Entwicklungsland, gerade im Bezug auf das
Thema Politik im Internet.

Zeit als Kernproblem? Menschen haben keine Zeit! Menschen sind komplett durchgetaktet: Wo und wie kann man sie abholen?

Fazit:

Durch die Feedbackfunktion der Menschen im Netz wird das “Brummen” immer lauter und nicht nur die Machtverhältnis Online ändern sich. Menschen lernen mit ihrer Stimme online wie offline umzugehen. Es reicht noch nicht aus um Social Media in der Wirklichkeit erlebbar zu machen. Also die Online-Welt auf die Offline-Welt zu übertragen. Allerdings ist die Verschmelzung beider Welten überhaupt notwendig? Oder ist ein gegenseitiges Profitieren nicht völlig ausreichend?

Die große Frage von Social Media ist nicht, wie funktioniert Social Media, die große Frage ist, wie funktioniert Kommunikation, Austausch, Dialog:

  1. Menschen stehen im Mittelpunkt
  2. Zuhören
  3. Leidensdruck für ein Thema muss hoch genug sein
  4. Storytelling
  5. Leser gewinnen, faszinieren, motivieren
  6. Durchhalten

Zwei weitere aufschlussreiche Zusammenfassungen:

1. Protest 2.0 – und Gibt es Social Media auch Offline?

2. NGO & SocialMedia wir sollten weniger an die Barrieren sondern mehr and die Chancen denken


1 Kommentar bis jetzt
Hinterlasse einen Kommentar

Falls noch nicht gesehen: http://www.re-campaign.de

Kommentar von Daniel Kruse




Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Log Out / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Log Out / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Log Out / Ändern )

Verbinde mit %s



Follow

Get every new post delivered to your Inbox.